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Europa-Büro Ruhrgebiet
Dennis Radtke MdEP
Lyrenstr. 11 A
D – 44866 Bochum
Telefon: +49 2327 9643 14
E-Mail: buero@dennis-radtke.eu

Praktikum im Europäischen Parlament

Während eines Praktikums in meinem Brüsseler Büro können interessierte junge Menschen einen spannenden Einblick in den Alltag eines Europaabgeordneten erhalten und die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments näher kennenlernen. Mein Ziel ist es, den europäischen Gesetzgebungsprozess und das Zusammenwirken der verschiedenen europäischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteure aus nächster Nähe zu vermitteln. Ich möchte so meine Begeisterung für die Europäische Union an junge Menschen weitergeben und den interkulturellen Austausch fördern.

Durch die Mitarbeit in meinem Büro lernen Praktikanten die unterschiedlichsten Themenfelder europäischer Politik kennen. Zu den Aufgaben gehören u.a. Recherche-Arbeiten zur Vorbereitung für Ausschusssitzungen, Reden oder Veranstaltungen, die Auswertung tagesaktueller Nachrichten oder die Betreuung von Besuchergruppen. Praktikanten arbeiten dabei direkt den Parlamentarischen Assistenten zu. Im Rahmen des Praktikums erhalten sie ebenfalls die Möglichkeit an Ausschusssitzungen, internen Veranstaltungen des Europäischen Parlaments oder externen Veranstaltungen von Verbänden oder Landesvertretungen teilzunehmen. Sie können sich so je nach Interesse mit dem breiten Spektrum von Themen europäischer Politik auseinanderzusetzen. Das internationale Umfeld in Brüssel bietet Praktikanten ebenfalls die Möglichkeit, ihre Fremdsprachkenntnisse zu verbessern, Auslandserfahrungen zu sammeln und Kontakte zu Menschen aus ganz Europa zu knüpfen.

Praktika sind generell während des ganzen Jahres für eine Dauer von bis zu drei Monaten möglich, jedoch nicht während der Sommerpause (Mitte Juli – Ende August) oder den Weihnachtsferien. Kenntnisse der europäischen Sprachen und erste Praxiserfahrung sind wünschenswert, jedoch keine zwingende Voraussetzung. Aufgrund des hohen Interesses empfiehlt sich eine frühzeitige Bewerbung. Bei Interesse können vollständige Bewerbungen mit Lebenslauf direkt an mein Abegordnetenbüro in Brüssel per E-Mail (dennis.radtke@ep.europa.eu), gesendet werden. Bewerber erhalten innerhalb von zwei Wochen eine Eingangsbestätigung. Besteht die Möglichkeit für ein Praktikum wird nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen ein Termin für ein kurzes Telefoninterview vereinbart.

Eindrücke und Einblicke aus dem Herzen der europäischen Demokratie
Bericht eines Praktikanten nach seinem Praktikum

Biegt man von der U-Bahnstation Throne kommend  in die Rue du Luxembourg ein, ist am Ende dieser schnurgeraden Straße bereits ein hoher glänzender gläserner Turm zu erkennen, gekrönt von einer blauen Flagge als weithin sichtbares Zeichen der europäischen Union. Je mehr man sich diesem Gebäude nähert, desto mehr breitet sich dieses einzigartige Ensemble aus alter und neuer Bausubstanz  vor dem Betrachter auf und öffnet den Blick schließlich auf einen mächtigen einzigartigen Glaskomplex, von dem man nur erahnen kann wie groß er tatsächlich ist:

Das Europäischen Parlament – mein Arbeitsplatz während des sechswöchigen Praktikums im Büro des Abgeordneten Dennis Radtke.

So startete ich mit jeder Menge Neugierde  und Erwartungen in das neue Abenteuer!

An meinem ersten Tag erfolgte der obligatorische Gang zum Akkreditierungszentrum und die Aushändigung meiner eigenen ID-Card, gefolgt vom Einkauf der nötigen Lebensmittel (Wasser, Kaffee und Milch), die für die alltägliche Büroarbeit unerlässlich sind, im benachbarten  kleinen und mit der Zeit vertrauten Stammsupermarkt.

Viele verschiedene Eingänge führen zum Parlamentsgebäude, schon hier wird deutlich: Man betritt eine bedeutende Einrichtung.  Jeder, der eintritt, insbesondere Besucher und Praktikanten, muss sich den strengen Sicherheitskontrollen unterziehen. Ein schützendes Prozedere, das sich als kleines vertrautes, aber auch nerviges Übel Tag für Tag wiederholte.

Hat man dann jede dieser Hürden überwunden,  geht es weiter  zu den Aufzügen. Sie führen mich in den  15. Stock zum Abgeordnetenbüro von Herrn Radtke.  Da dies die oberste und somit auch höchste Etage des Büroturms ist, werde ich beim Ausstieg aus dem Aufzug mit einem großartigen Panoramablick über die Stadt Brüssel belohnt.

Nach einer freundlichen Begrüßung im Büro, habe ich meinen Arbeitsplatz kennen gelernt. Es erfolgte eine kurze Einführung in die verschiedenen Programme des Computers, dann konnte ich mit meiner  ersten Arbeit loslegen.

Drei Mitarbeiter und der Praktikant des Abgeordneten teilen sich einen Arbeitsraum, dies hat den Vorteil der kurzen Wege und des direkten Austausches.

Dank einer kleinen Führung durch die wichtigen und für einen Praktikanten relevanten Etagen des Gebäudes, die auch die Poststelle, den Plenarsaal und die Kantine einschließen, machte ich mich mit den Örtlichkeiten vertraut.

Von morgens neun Uhr bis spätnachmittags achtzehn Uhr dauerte die reguläre Arbeitszeit, unterbrochen durch eine variierende Mittagspause. Innerhalb dieser Zeit bearbeitete ich verschiedene Arbeitsaufträge. Dazu gehörten zum einen die  klassische Schreibtischarbeit, wie das Verfassen von Texten, z.B. Grußworten und Antwortschreiben, und zum anderen die Recherche zum Anfertigen von Briefings und Vermerken zu unterschiedlichen Themen und Personen. Dank dieser Vielfalt konnte ich mir neues inhaltliches Wissen über unbekannte bzw. weniger vertraute Sachverhalte aneignen. Geistige Flexibilität und Offenheit werden hierbei groß geschrieben!

Besonders lebendig ereignete sich der Erfahrungs- und Wissenszuwachs, wenn ich den Abgeordneten und seine Mitarbeiter zu Fraktions- und Ausschusssitzungen begleiten konnte. Es ist spannend den  Ausführungen zu folgen. Und wer Sprachen, Reden und Diskussionen mag, muss solche Veranstaltungen lieben. Jeder Abgeordnete  darf in seiner Landessprache sprechen und dank  der Simultanübersetzung kann jeder Zuhörer die Wortmeldungen in seiner Landessprache verstehen! Eine beeindruckende Leistung der Dolmetscher und ein typisches Merkmal für den kulturellen Reichtum Europas!

Sowohl  während als auch nach dem offiziellen Dienstschluss stehen dem Praktikanten auch eine Fülle an interessanten politischen Diskussionsveranstaltungen zu Verfügung, eine weitere Möglichkeit neue Menschen und Themen kennenzulernen. Und sollte man an einem Abend in der Woche beim Verlassen des Parlaments plötzlich auf einen mit gutgelaunten Menschen überfüllten Place du Luxembourg treffen, so ist dies mit Sicherheit ein Donnerstag, an dem sich traditionell die Abgeordnetenmitarbeiter  ungezwungen zu einem oder mehreren Feierabendgetränken treffen und auf das nahende Ende der Woche und die europäische Verständigung anstoßen.

Mitten drin statt nur dabei – Nach sechs Wochen als Praktikant im Büro von Herrn Radtke habe ich nun die Arbeitsweise und -menge, die  ein Europaabgeordneter und sein Team im und außerhalb des alltäglichen Parlamentsbetriebes zu absolvieren haben, kennen und schätzen gelernt. Es ist ein wahrer Full-Time-Job, der unerlässlich großen Einsatz, Leidenschaft und Professionalität in der Zusammenarbeit erfordert. Die komplexe Arbeit mit verschiedenen Sachthemen ermöglicht es einem Praktikanten in die politischen Mechanismen auf europäischer Ebene einzutauchen und hautnah mitzuerleben.