Meine Arbeitswoche

Eine typische Arbeitswoche im Europäischen Parlament gibt es eigentlich nicht, da meine Arbeit dort vielfältig und ganz unterschiedlich ist.

Aufgrund der Arbeitsweise des Europäischen Parlaments unterscheide ich daher zwischen VIER typischen Arbeitswochen: Fraktionswoche, Ausschusswoche, Plenarwoche und Wahlbezirkswoche.

Als CDU-Europaabgeordneter für das Ruhrgebiet gehöre ich im Europäischen Parlament der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) an. Meine EVP-Fraktion bildet mit 219 Mitgliedern momentan die größte Fraktion im Europäischen Parlament. Das Europäische Parlament umfasst derzeit insgesamt 751 Abgeordnete. In jeder Fraktion gibt es verschiedene Gremien, in denen sich die Abgeordneten die parlamentarische Arbeit der 24 Ausschüsse aufteilen. Die insgesamt 34 Abgeordneten von CDU und CSU schließen sich innerhalb der Fraktion in der CDU/CSU-Gruppe zusammen.

Die Fraktions-und Ausschusswochen finden immer in Brüssel statt und beginnen Montagmittag mit einer Mitarbeiterbesprechung. Hier wird alles wichtige für die laufende Woche besprochen: aktuelle Anfragen oder die Vorbereitung und Koordination anstehender Termine. Es folgen am Nachmittag bereits Sitzungen im Rahmen der Fraktions- oder Ausschussgremien.

In der FRAKTIONSWOCHE werden intern in den EVP-Fraktionsgremien über bestimmte Themen in den Ausschüssen diskutiert und anschließend gemeinsamen Positionen erarbeitet.

In der AUSSCHUSSWOCHE werden die Gesetzesvorschläge der Europäischen Kommission in den Ausschüssen beraten und erarbeitete Positionen inhaltlich eingebracht und mit anderen Fraktionen diskutiert.

In der PLENARWOCHE, welche im durchschnittlich einmal im Monat stattfindet, tagt das Europäische Parlament in Straßburg. Dort findet die eigentliche legislative Arbeit des Parlaments statt – die Gesetzgebung. In Straßburg kommt es dann zur abschließenden Abstimmung („Votes“) über die vorher in den einzelnen Fachausschüssen beratenen und diskutierten Themen. Das können in einer Woche manchmal auch bis zu 100 Abstimmungen sein.

In der sogenannten WAHLBEZIRKSWOCHE, nehme ich zahlreiche Termine in meiner Heimatregion, dem Ruhrgebiet, wahr. Ich führe viele Gespräche mit Multiplikatoren vor Ort, besuche Betriebe und Einrichtungen jeglicher Art und besuche örtliche Vereine und Verbände. Die Anliegen der Menschen in meinem Wahlbezirk, die ich ja auch als Abgeordneter im Europäischen Parlament vertrete, versuche ich anschließend in meine parlamentarische Arbeit in Brüssel und Straßburg einzubringen. Oft sieht man anschließend die Realität mit anderen Augen. Daher sind diese Termine immer sehr bereichernd für mich und meine politische Arbeit. Um den Menschen die Arbeit im Europäischen Parlament näher zu bringen, berichte ich regelmäßig zu unterschiedlichsten Anlässen wie z.B. in Schulen, bei Vereinen und Verbänden oder eben bei Parteiveranstaltungen über meine Tätigkeiten in Straßburg und Brüssel. Nur so können die Menschen in meiner Heimatregionen politische Entscheidungen in Europa besser verstehen.

In Brüssel oder Straßburg empfange ich auch regelmäßig Besuchergruppen an meinem Arbeitsplatz. So können politisch interessierte Bürger die Arbeit der europäischen Institutionen aus nächster Nähe kennenlernen und erleben. Ich diskutiere dann auch mit Ihnen über aktuelle Themen.

Zusätzlich bestimmen in den Arbeitswochen in Brüssel oder Straßburg noch zahlreiche weitere Termine meinen regelmäßigen Arbeitsalltag. Da gibt es Gespräche mit europäischen Interessenvertretern, Kollegen und Mitarbeitern sowie der anderen europäischen Institutionen und des Diplomatischen Korps. Die Termine reichen oft bis spät in den Abend hinein. Und natürlich finden auch an den Wochenenden Termine vor Ort im Wahlbezirk statt.